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  #1  
Alt 28.04.2013, 10:52
Benutzerbild von Tanja_Regensburg
Tanja_Regensburg Tanja_Regensburg ist offline
Kampfkuschelmaus
 
Registriert seit: 01.06.2010
Ort: Regensburg
Beiträge: 579
Dankeschöns: 2246
Standard Veranstaltungen "Pro Prostitution"

Fachtagung Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn



Die Kommuna lAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung
lädt Sie ein zur Fachtagung

Wege aus der Grauzone V
Von der Stigmatisierung zur gesellschaftlichen
Anerkennung – Prostitution in neuen Perspektiven denken


am 5. Juni 2013 in Bonn
Tagungsort: Friedrich-Ebert-Stiftung
Godesberger Allee 149
53175 Bonn

 0228/883-0
Fax: 0228/883-9210


10:00 Uhr Begrüßung
Dr. Markus Trömmer, KommunalAkademie der Friedrich-Ebert-Stiftung

10:15 Uhr Was leistet die Prostitution für die Gesellschaft? Welche Wünsche
haben Prostituierte an die Kommunen?

Hanna Hofmann, Transsexuelle Sexarbeiterin, Leipzig
Johanna Weber, Domina, Hamburg / Berlin

11:00 Uhr Die geschlechtertheoretische Dimension der Prostitution
Dr. Sabine Grenz, Comenius-Institut – Evangelische Arbeitsstelle für
Erziehungswissenschaften e.V., Münster

11:30 Uhr Kaffee- und Teepause

11:45 Uhr Die gesellschaftliche Wertung der Prostitution vor dem Hintergrund
der Veränderung von Moralvorstellungen und Sinnfindung(en)

Podiums- und Plenumsdiskussion
Moderation: Norbert Holtz

13:00 Uhr Mittagessen

13:45 Uhr Informelle Gesprächsrunden zum Thema – fachlicher Austausch
unter den Teilnehmenden


14:15 Uhr Rechtsgüterverletzungen, Opferdiskurse und Ängste – Das
Prostitutionsstrafrecht als Widerspiegelung konkurrierender
gesellschaftlicher Wertvorstellungen

Dr. Philipp Thiée, Rechtsanwalt, Strafverteidiger, Frankfurt/Main

15:00 Uhr Prostitutionspolitik in Nordrhein-Westfalen. Impulse für das
kommunale Handeln und die Erwartungen an die neue
Legislaturperiode des Bundes

Claudia Zimmermann-Schwartz, Leiterin der Abteilung „Emanzipation“
im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes
Nordrhein-Westfalen

www.fes-kommunales.de/_data/ProgrammGrauzone.pdf
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  #2  
Alt 28.04.2013, 12:33
Benutzerbild von Smiley
Smiley Smiley ist offline
Auguries & Riehsörtsch
 
Registriert seit: 09.08.2010
Ort: in der Mitte
Beiträge: 4.378
Dankeschöns: 3266
Standard

Da ich nicht dort sein werde bzw. sein kann und ich aber gestern einen sehr interessanten Artikel über ein Interview mit dem Sexualpsychologen Christoph Joseph Ahlers (Berlin) gelesen habe, kam mir grad ne interessante bzw. Sichtweise.

Dort steht u.a.:

Zitat:
Sex ist die intimste Form von Kommunikation, die uns Menschen zur Verfügung steht.
Man könnt auch sagen EINE Form der Kommunikation, die sonst im Alltag nur nach strengen rechtlichen, zivilisatorischen oder moralischen Regeln abläuft.
Kein Wunder, dass da Defizite entstehen ...

Zitat:
Ahlers: ... Genitale sexuelle Interaktion ist für manche Männer der prominente oder sogar einzige Kanal, mit einem anderen Menschen authentisch emotional in Kontakt treten zu können.
Ansonsten gilt: Kinn vor, hab ich, kann ich, weiß ich, bin ich. Nur im Bett darf ich auch mal weich sein und bedürftig. Das heißt, eigentlich geht es um einen Gefühlsstau und nicht um einen Samenstau. Ihre Bereitschaft, mit ihm zu schlafen, bedeutet für ihn: Ich bin okay.
In der Umkehrung klingt das für mich wie ein Argument gegen die ProstG-Gegner, denn mit welchem Recht wird einem Mensch dieser Kommunikations-Kanal versperrt, wenn eben nun mal kein "Partner" da ist?

Seelsorge kostet auch Geld ... die Kirchensteuer.
Wenn ich zum Arzt muss kostet das auch (indirekt) Geld.
usw.
(Und Kriminelle gibt es dort auch ...)

Es ist wie Seelsorge, Arztbesuch usw. eine Dienstleistung eine naturgegebe Eigenheit des Menschen zu bedienen ...

Sehr interessanter und lesenswerter >>>Artikel<<< mit vielen Hinweisen zu verbundenen Sachverhalten!
__________________
"Over in the glory land ... Jesus took me by the hand ... over in the glory land"

Geändert von Smiley (28.04.2013 um 17:26 Uhr)
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  #3  
Alt 05.05.2013, 22:00
Cunt_Licking Cunt_Licking ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2013
Beiträge: 419
Dankeschöns: 2672
Daumen hoch Ein Brief der..

Tanja_Regensburg bestens bekannt sein dürfte.

Zitat:
Offener Brief
Juli 2009
Frau Bundeskanzler Dr. Angela Merkel
Frau Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Ursula von
der Leyen
Frau Bundesministerin Brigitte Zypries
Herrn Bundesminister für Arbeit und Soziales Olaf Scholz
Herrn Bundesminister für Wirtschaft Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg
Frau Bundesministerin für Gesundheit Ulla Schmidt
Herrn Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble
ir - Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
von Beratungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter und engagierte
Einzelpersonen - verfolgen seit Ende Juni die Debatte um den Pussyclub
in Fellbach und ähnliche Flatrate-Angebote.
Die aggressive Werbung dieser Clubs suggeriert, dass hier alle Variationen sexueller
Dienstleistungen so oft und so lange, wie der Kunde will, geleistet werden.
Diese Werbung gefällt uns auch nicht. So wenig wie Flatrate-Trinken/Essen oder All-
Inklusiv-Urlaube mit genussvollem Trinken, Essen oder Urlauben zu tun haben, hat eine
Sex-Flatrate mit genussvollem Sex zu tun.
Trotzdem geben wir zu Bedenken:
Flatrate-Angebote sind zuallererst Werbung, Slogans in Zeiten der Krise, um
Kunden zu locken. Schon seit längerer Zeit haben sie im Sexbusiness Fuß gefasst.
Billigangebote verschärfen immer den Konkurrenzdruck.
Dennoch: Reißerische Werbung eines Betreibers und zwischenmenschliche Realität
der sexuellen Dienstleistung sind nicht identisch. Auch in der Sexarbeit besteht eine
nicht zu vernachlässigende Diskrepanz zwischen Werbebotschaft und Anwendungserleben.
Wir würden zu dieser Diskrepanz gern die Betroffenen anhören.
Eine Gegendarstellung der Geschäftsführerin des Pussy Club Fellbach liegt vor. Sie
hebt hervor, dass die bei ihr tätigen Sexarbeiterinnen frei wählen, welche sexuellen
Dienstleistungen sie wem und wann anbieten. Sie zahle an sie pauschale
Anwesenheitshonorare für die Bereitstellung von Leistung und nicht für deren
Erbringung. (siehe Anlage)
Wir möchten uns über diese Einlassung ein Urteil bilden können. Wurde die
Betreiberin zu einem Gespräch geladen? Der Presse war zu entnehmen, dass Polizei
und Ordnungsamt keine Beanstandungen hatten.
Es liegt auch ein offener Brief von Sexarbeiterinnen aus Stuttgart, Wuppertal,
Heidelberg und Berlin vor. Sie erklären, in den Clubs frei entscheiden zu können,
wie lange und wie sie mit dem Kunden Zeit im Arbeitszimmer verbringen möchten.
Vorgegeben sei allein die Unterhaltung im Partyraum. Sie seien froh, diesen
W
2
Arbeitsplatz zu haben, der ihnen ein gehobenes Einkommen ermöglicht. (siehe
Anlage)
Darüber würden wir gern Genaueres wissen: Wie wurde auf dieses Schreiben
reagiert? Wurde versucht, mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen?
Selbstverständlich müssen Sexarbeiterinnen Kunden ablehnen und Preise
bestimmen können. Selbstverständlich sollten auch Arbeitsrechte und Arbeitsschutzvorschriften
in der Sexarbeit Anwendung finden.
Leider bieten nicht alle Betriebe wirklich gute und sichere Arbeitsbedingungen. Bis
heute wurden keine beruflichen Standards festgeschrieben und keine Instanzen, wie
beispielsweise Berufsverbände, geschaffen und unterstützt, die solche Standards
entwickeln und ihre Einhaltung kontrollieren könnten.
Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass Sexarbeit mit Ausbeutung und sexualisierter
Gewalt assoziiert wird und nicht mit Erwerbstätigkeit und Markt. Entsprechend
werden die darin Tätigen als Opfer gesehen, nicht als Expertinnen und Experten
ihrer Profession. Damit werden ihnen Gestaltungsfreiheit und Kompetenz
abgesprochen.
Wir wünschen uns eine Beteiligung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter an der
Debatte. Viele von ihnen fordern z.B. klar und deutlich, ein Annahme- und
Schaltungsverbot von Werbung für unsichere Sex-Praktiken einzuführen. Sie
fordern auch, Sexarbeit anderen Erwerbstätigkeiten gleich zu stellen oder als
freiberufliche Tätigkeit anzuerkennen.
Vor allem fordern Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter Rechte, um gegen Unrecht
vorgehen zu können.
Die Kampagne gegen die Flatrate-Angebote argumentiert mit dem diffusen Begriff der
„Würde der Sexarbeiterinnen“. Deren Rechte drohen dabei unterzugehen. So wird
gefordert, das Prostitutionsgesetz zurück zu nehmen - das erste Gesetz, das
Sexarbeiterinnen Rechte zuerkennt.
Solche Forderungen setzen sich über die Köpfe der Beteiligten hinweg. Insgesamt
steuert die Debatte in eine Richtung, die zu einer Kriminalisierung der Sexarbeit und zu
ihrer Verdrängung in Grauzonen mit erhöhter Vulnerabilität zurückkehrt.
Um diese Richtung umzukehren, sollten nicht die bestehenden Rechte bestritten,
sondern Wege bereitet werden, diese Rechte auszubauen und abzusichern.
Ergreifen Sie die Gelegenheit mit den Beteiligten zu sprechen und sie an einen Tisch zu
bringen, um wirkliche Verbesserungen der Bedingungen in der Sexarbeit zu erstreiten.
Laden Sie andere in der Sexarbeit Tätige dazu.
Es geht um deren Arbeit und um unsere Solidarität mit ihnen. Solidarität aber verlangt
Anerkennung! Akashe Böhme hat das schon 1994 sehr gut fest gehalten:
„Solidarität heißt eben auch, die anderen mit ihren Problemen und ihrem
Selbstverständnis ernst zu nehmen, selbst wenn wir anderer Meinung sind - das schließt
jede tyrannische Fürsorge, Bevormundung und insbesondere Objektivierung der
anderen aus. Solidarität ist eben etwas ganz anderes als Mitleid, Solidarität verlangt
Arbeit und Selbstüberwindung, und das sollten wir gegenseitig von uns verlangen."
3
UnterzeicherInnen
- agisra e.V. | Köln
- Amnesty for Women e.V. | TAMPEP-Deutschland | Hamburg
- Anita Glück
- Anita Sommer
- Annette Salinga
- context e.V. | Hamburg, Berlin
- Escort Wien Liebeselfen
- Hydra e.V. | Berlin
- Kassandra e.V. | Nürnberg
- Kober | Dortmund
- Kolleginnen Sperrgebiet | Hamburg
- Madonna e.V. | Bochum
- Marc, Callboy Connection | Frankfurt/Main
- Mimikry/Marikas | München
- Nina- Sexarbeiterin -Admina sexworker.at
- Nitribitt e.V. | Bremen
- Phoenix e.V. | Hannover
- Ragazza e.V. | Hamburg
- Ralf Rötten, Callboy-Berater, querstrich | Berlin
- Roxanne | pro familia Koblenz
- Service e.V. | Nürnberg
- Tamara | Frankfurt am Main
- Ulrike Rothe
- www.sexworker.at - sexworker@yahoogroups.de
Pauschalclubs, von vielen geächtet, von noch mehr geliebt.
Ich für mein teil, begünstige diese Art von Clubs. Nicht zuletzt durch meine zahlreichen Besuche.

Danke das ihr mir die Sexualität Ermöglicht, die darauf Wert legt, Männliche Fleischeslust exzessiv Ausleben zu können.
__________________
Team Pauschal

Geändert von Cunt_Licking (05.05.2013 um 22:27 Uhr)
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  #4  
Alt 18.05.2013, 20:27
saunaguenni saunaguenni ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 11.05.2013
Beiträge: 2
Dankeschöns: 6
Standard

Die FES. Na, wie eine feministische Stiftung wohl zu Prostitution steht?
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  #5  
Alt 18.05.2013, 20:47
Xx_er Xx_er ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 31.10.2010
Beiträge: 2.056
Dankeschöns: 1788
Standard hmmm...

Zitat:
Zitat von saunaguenni Beitrag anzeigen
Die FES. Na, wie eine feministische Stiftung wohl zu Prostitution steht?
sie tun zumindest was in Richtung Öffentlichkeitsarbeit...
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